Rasender Roland

Rasender Roland – Rügens beliebte Sehenswürdigkeit

Der Rasende Roland ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Rügen. Hier erfahrt Ihr alles über die Fahrpläne, Fahrstrecke und Preise vom Rasender Roland.

Die nostalgische Eisenbahn “Rasender Roland“ auf Rügen

Der Rasende Roland ist die älteste, noch aktive Schmalspurbahn Deutschlands. Seit 1895 dampft die Kleinbahn durch die Ostseeinsel Rügen. Ursprünglich wurde das Streckennetz entwickelt, um Bewohner und Waren komfortabler über die Insel zu transportieren.

Heute fasziniert der Rasende Roland sowohl Liebhaber nostalgischer Eisenbahnen als auch Touristen – auf der kurzweiligen Fahrt mit 30 Stundenkilometern kann die Landschaft Rügens auf ganz besondere Weise genossen werden.

Ruegen Rasender Roland

Geschwindigkeit: 30 Km/h

Länge: 24,1 KM

Spurbreite: 750 mm

Die Geschichte des Rasenden Rolands

Die Geschichte der Dampfbahn reicht bis ins Jahr 1893 zurück. Damals sollten die Ostseebäder der Insel erschlossen werden. Zunächst stand der Bau des Streckenabschnitts zwischen Putbus und Binz auf dem Programm. Der Privatbahnkonzern Lenz führte den Bahnbau aus, die Rügensche Kleinbahnen-Aktiengesellschaft übernahm zwei Jahre später die Betriebsführung der neuen Linie. Im Juli 1895 startete die erste Lok von Putbus nach Binz.

Schon sieben Monate später wurde die Strecke bis Sellin ausgebaut, danach bis Göhren. Nahezu im Rekordtempo entstand im Jahr 1896 auch die Strecke von Putbus nach Altefähr über Garz, Poseritz und Gustow. Bis zum Jahr 1918 betrug das Streckennetz eine Gesamtlänge von rund 100 Kilometern. Eine aus militärischen Gründen eröffnete Strecke zur Marinefliegerstation zum Bug bei Dranske wurde im Jahr 1926 wieder aufgegeben.

Im Oktober 1936 wurde der Rügen-Damm eröffnet. Bislang waren Personen, Waren und die Waggons der Kleinbahn per Schiff zur Insel gebracht worden. Das erübrigte sich mit dem Bau einer Normalspur-Strecke – fortan konnten auch Schnellzüge nach Rügen gelangen. Ab 1949 wurde die Kleinbahn von der Deutschen Reichsbahn betrieben.

In den 1950er Jahren wurde die Ostseeinsel bei Urlaubern wieder beliebt. Mit der Großbahn konnten sie bis zum Ostseebad Binz gelangen. Doch nicht alle Ostseebäder verfügten über einen Großbahnhof. Wer sich in Sellin, Baabe oder Göhren erholen wollte, musste mit der Großbahn zunächst nach Putbus fahren und dort in den Rasenden Roland umsteigen.

Ebenfalls in den 1950er Jahren entstand die Bezeichnung „Rasender Roland“ für die Kleinbahn. Unter den Erholungssuchenden waren viele sächsische Uranbergbau-Arbeiter. Sie sollen den Namen für die Bahn geprägt haben, wobei die Entstehungsgeschichte nicht genau bekannt ist. Einer Vermutung zufolge steht der Begriff „Roland“ im Bergmannsbrauch für eine beschützende Figur (hier sinnbildlich für eine sichere Fahrt), während das Rasen eher als ironische Anspielung auf die Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern zu verstehen ist.

Nicht alle bislang eingerichteten Streckenabschnitte blieben erhalten. So galten die Nordstrecke sowie der Abschnitt zwischen Putbus und Altefähr als unwirtschaftlich. Beide wurden in den 1960er Jahren rückgebaut. In den 1970er Jahren drohte dem Rasenden Roland gar das Aus: Gemäß des allgemeinen Trends sollte sein Betrieb ab 1976 komplett eingestellt werden. Engagierte Eisenbahner und Liebhaber der nostalgischen Dampfzüge konnten dies verhindern. Ab diesem Zeitpunkt wurde wieder in die Instandsetzung der Gleisanlagen und Fahrzeuge investiert.

Nachdem die Strecke 1994 in die Deutsche Bahn AG übergegangen war, wurde sie 1996 privatisiert. Die Rügensche Kleinbahn GmbH übernahm 1996 die Betriebsführung der Strecke, später auch das Eigentum. Neben zahlreichen Sanierungen wurde die Streckenführung bis Lauterbach verlängert. Seit 2008 wird der Rasende Roland als „Rügensche BäderBahn“ von der Eisenbahnbau- und Betriebsgesellschaft „Pressnitztalbahn mbH“ betrieben. Die Zukunft vom Rasender Roland scheint damit gesichert.

Eine kleine visuelle Reise mit dem Rasenden Roland

Technik des Rasenden Roland

Die Dampfeisenbahn…..

Die Dampfeisenbahn Rasender Roland zählt zu den Schmalspurbahnen. Derartige Kleinbahnen (auch „Tertiärbahnen“) wurden in Deutschland vor über hundert Jahren populär. Das lag unter anderem daran, dass das Preußische Kleinbahngesetz aus dem Jahr 1892 für solche Bahnen finanzielle Unterstützung vorsah. Auch die technischen Anforderung waren im Vergleich zu Großbahnen geringer, beispielsweise konnte das Gleisbett aus Kies statt aus Schotter bestehen.

Die Spurbreite…..

Die Spurbreite des Rasenden Roland beträgt 750 mm. Damit ist sie halb so schmal wie die einer Normalbahn.

Die Höchstgeschwindigkeit…..

Die Höchstgeschwindigkeit der Bahn beträgt 30 Stundenkilometer. Für das heute 24,1 Kilometer lange Streckennetz benötigt sie 80 Minuten Fahrzeit.

Anzahl Loks….

Laut dem heutigen Betreiber Rügensche BäderBahn werden beim Rasenden Roland insgesamt acht Dampfloks aus fünf verschiedenen Baureihen eingesetzt. Sie stammen aus den Jahren 1914 bis 1953.

Personenwagen

Die Personenwagen – mehrere Dutzend an der Zahl – wurden mehrheitlich aus Sachsen auf die Insel verlegt. Alle Fahrzeuge sind selbstverständlich technisch und optisch überholt.

Fahren im Führerstand der Lok

Interessierte können nach Anmeldung im Führerstand mitfahren und Fahrer sowie Heizer bei der Arbeit über die Schulter schauen. Bei schönem Wetter ist meist ein offener Wagen mit auf der Fahrt.




Rasender Roland Haltestellen · mashine
Ruegen Rasender Roland

Die Strecke und Haltestellen des Rasenden Rolands

Die heutige Fahrstrecke der Schmalspurbahn führt von Lauterbach über Putbus nach Göhren. Dabei werden folgende Haltestellen angefahren:
Mole in Lauterbach.

  1. Putbus
  2. Beuchow
  3. Posewald
  4. Seelvitz
  5. Serams
  6. Binz
  7. Garftitz
  8. Jagdschloss
  9. Sellin West
  10. Sellin
  11. Baabe
  12. Philiipshagen
  13. Göhren

Rasender Roland Fahrplan

Üblicherweise fährt die Bahn zwischen 8 und 21 Uhr im Zwei-Stunden-Takt. In den Sommermonaten ist der Rasende Roland zwischen Binz und Göhren stündlich unterwegs.

Die Fahrstrecke verläuft wie folgt:
Lauterbach Mole – Putbus – Binz – Sellin – Baabe – Göhren

Die weiteren Haltestellen sind Bedarfshaltestellen. Dort wird nur gehalten wenn jemand aussteigen oder einsteigen möchte.

Fahrplan

Den genauen Fahrplan bekommt Ihr

Beliebte Sehenswürdigkeiten entlang der Fahrstrecke des Rasenden Rolands

Es kann jederzeit ein Zwischenstopp eingelegt und mit der nächsten Bahn weitergefahren werden. Dazu bieten sich viele Orte und Sehenswürdigkeiten an.
Eine kleine Auswahl:

Sehenswürdigkeit an der Haltestelle Sellin

Seebrücke in Sellin:

Die ursprüngliche Brücke wurde 1906 erbaut. Sie durchlief eine turbulente Geschichte und erlitt mehrfach Schäden. Letztlich folgte der Abriss. Die heutige Seebrücke wurde nach historischem Vorbild errichtet. Sie ist 394 Meter lang und beherbergt ein Restaurant und zwei Schiffsanlegestellen.

Sehenswürdigkeit an der Haltestelle Jagdschloss

Jagdschloss Granitz:

Einst war das idyllisch gelegene Schloss Anlaufstelle der Prominenten und Adligen. Heute ist in dem beeindruckenden Bau mit seinen vier runden Ecktürmen eine Dauerausstellung mit Jagdtrophäen, kostbaren Wandbehängen und Mobiliar zu besichtigen. Der Mittelturm kann über eine Wendeltreppe mit 154 Stufen erklommen werden – setzt allerdings Schwindelfreiheit voraus, denn die Stufen sind teilweise durchsichtig.
Das Schloss liegt inmitten eines 982 Hektar großen Waldgebiets. Es steht unter Naturschutz und ist ein hervorragendes Wandergebiet. Beispielsweise bietet sich der schmale Hochuferweg von Binz nach Sellin mit herrlichem Ausblick auf die Ostsee und die Kreidefelsen an.

Sehenswürdigkeit an der Haltestelle Binz

Ostseebad Binz:

Das größte und vielleicht schönste Ostseebad der Insel. Das prächtige Kurhaus liegt an der abwechslungsreichen Strandpromenade mit zahlreichen Villen im Stil der Bäderarchitektur. In Binz befindet sich auch die zweitlängste Seebrücke Rügens, Ausgangspunkt für interessante Schifffahrten.

Rasender Roland auch für private Tagesausflüge buchbar.

Der Rasende Roland ist außerhalb des üblichen Betriebs auch für private Tagesausflüge zu chartern. So kann zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Jubiläen oder Geburtstagen ein individuelles Festprogramm in idyllischer Umgebung arrangiert werden.

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